Tobias Rödel, Kreisverbandssprecher

Persönliches:

Ich bin 1982 in Dortmund geboren, verbringe aber mittlerweile deutlich mehr als die Hälfte meines Lebens in Hagen. Seit einigen Jahren wohnen meine Frau, mein Sohn und ich in Halden. Meine Zeit der Pfadfinderei — zuerst als Teilnehmer, dann auch als Leiter und Vorstandsmitglied - hat mich in Bezug auf Mitbestimmung und Nachhaltigkeit sehr geprägt. Mein Sohn ist der Grund, warum ich bei den Grünen bin — ich will ihm eine lebenswerte Welt hinterlassen. Als spannendes Experiment haben wir seit Mitte letzten Jahres ein Auto durch ein E-Lastenfahrrad ersetzt. Zwischenstand: funktioniert für uns.

Berufliches:

Von Haus aus Informatiker, arbeite ich heute als systemischer Berater mit Unternehmen, die unternehmerische Interessen, mit denen der Arbeitnehmer in Einklang bringen. Dabei ist hier der Schlüsselfaktor das gegenseitige Vertrauen — gespeist aus Verlässlichkeit, Transparent und frühzeitiger Beteiligung. Das ermöglicht individuell passende Lösungen abseits des Standards und fördert die Bereitschaft für kooperatives Arbeiten über „Dienst nach Vorschrift“ hinaus. Die Technik kann uns dabei helfen, ersetzt aber nicht die echten Begegnungen zwischen Menschen.

Politisches:

Ich streite leidenschaftlich für eine Welt, in der der Wert eines Menschen unabhängig ist von der gesellschaftlichen Anerkennung seiner Arbeit und Lebensumstände. Eine Welt, die nachhaltige und sinnvolle Verhaltensweisen belohnt. Und vielleicht auch schädliche bestraft. In der Kommunen genug Geld haben, um sowohl die Sportplätze als auch die Fahrradwege und sogar die Parkbänke in Ordnung halten zu können. Eine Welt, in der die soziale Schere sich wieder schließt und damit weniger Neid nötig — und mehr Gemeinschaft möglich wird.

Beispielhaft möchte ich zwei Punkte detaillierter herausgreifen: Die Frage „Was motiviert Menschen dazu, sich einzubringen und Ziele zu verfolgen, die für die Gesellschaft positiv sind?“ verfolgt mich seit meiner Jugend. Wir als politische Akteure müssen Bürger*innen häufiger als nur im Wahlkampf als „Partner*innen“ behandeln. Politik darf keinem Selbstzweck folgen, sondern muss sich auch zwischen Wahlen an den Interessen der Bürger*innen orientieren. Daher ist es für mich entscheidend, Formen der Beteiligung zu entwickeln, die alle Menschen ansprechen und nicht nur das Bildungsbürgertum.

Bei der Frage, wie gute Ideen umgesetzt werden können, wird häufig die Frage nach der Finanzierbarkeit gestellt. Daher ist eine Kernfrage von Politik aus meiner Sicht: Wie können die Mittel optimiert werden, die der Kommune, dem Land und dem Staat als Ganzes zur Verfügung stehen? Interessant sind dafür im Hinblick auf internationale Konzerne eine angemessene Besteuerung von Umsätzen in Deutschland und Europa und die Festlegung seitens der Demokratie, der Umwelt und der lokalen Wirtschaft dienlichen Grundsätzen für die Ausgabe öffentlicher Gelder.

Als Sprecher für den KV Hagen will ich allen Menschen in Hagen, die diese Welt ein bisschen besser verlassen wollen, als sie sie vorgefunden haben, eine politische Heimat anbieten. Konkret bedeutet das, Strukturen zur Vernetzung und zum Engagement zu schaffen und auszubauen, damit Menschen mit einer grünen Orientierung in Hagen ihre politischen Interessen verfolgen können — punktuell und dauerhaft. Führung soll den Menschen dienen, die sie wählen.



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