Besserer Nahverkehr im Hagener Süden

18.12.20 von Rüdiger Ludwig

1. Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen:

RB 52 (Volmetalbahn)

An Werktagen und samstags 30 Minuten Takt zwischen Dortmund - Hagen - Brügge, 

jeder zweite Zug mit Durchbindung nach Lüdenscheid. Zwischen Brügge und Lüdenscheid besteht heute schon 30 Minuten Takt, da hier die Züge der RB 25 stündlich aus Köln über Meinerzhagen nach Lüdenscheid durchgebunden sind.

Die Strecke Brügge - Lüdenscheid ist eingleisig und lässt daher nur einen 30 Minuten-Takt zu.

Reaktivierung oder Neubau von Haltepunkten zwischen Brügge - Hagen - Dortmund.

Auf Hagener Stadtgebiet: Neubau eines Haltepunktes Eckesey und Eilpe,

Reaktivierung der Haltepunkte Delstern und Priorei, die bestehenden Haltepunkte Oberhagen, Dahl, Rummenohl barrierefrei ausbauen.

Die Fahrzeiten würden sich hier nicht verlängern, wenn neue Haltepunkte auch als sogenannte Bedarfshaltepunkte eingerichtet würden. Die heute schon eingesetzten Fahrzeuge sind sehr spurtstark und auch die  ausgebaute Volmetalbahn bietet  eine relativ hohe Streckengeschwindigkeit. Eine weitere Beseitigung von Langsamfahrstellen und ein  guter Erhaltungszustand sind natürlich unabdingbar.

Mit diesen Verbesserungen auf der Schiene sind schnelle Verbindungen in das Oberzentrum Hagen gewährleistet.

Aber auch das Busangebot sollte noch einmal recht kurzfristig einige Verbesserungen erfahren.

Dazu gehört:

Bau eines Kreisverkehrs in Eilpe, die dortige Kreuzung mit der Selbecker Str. bietet ausreichend Platz.

Vorteil für den durch Busse abgewickelten ÖPNV wären hier schnelle direkte Busverbindungen von und zur Hagener Innenstadt.

In Eilpe könnten dann Zubringerbusse in die oftmals an den Hängen und nur unzureichend erschlossene Stadtteile verkehren, Teile des Eilperfeldes, Bereich Hüttenbergstr., Hubertusstr., Krähnockenstr. usw.

Eilpe würde damit zentraler Umsteigepunkt auch zwischen Schiene und Straße.

Einrichtung sogenannter Bürgerbusse, um auch bisher nicht erschlossene, aber stark besiedelte Wohngebiete zu erschließen, wie z.B.: Zur Höhe (Hagen-Selbecke), Hohenhof (Hagen-Dahl).

Dazu gehört natürlich auch die Einrichtung eines Taktverkehrs mit garantierten Umstiegsbeziehungen, damit Wartezeiten auf ein Minimum reduziert werden können.

2. Vision

Und hier noch die Umsetzung einer langfristigen Maßnahme:

Der frühere Stadtarchivar Walter K.B. Holz hat bereits in seinen 1947 veröffentlichen Bänden zur Hagener Stadtgeschichte (Ein Jahrtausend Raum Hagen) eine Streckenkarte der Eisenbahnstrecken im Raum Hagen und deren mögliche Erweiterung der Deutschen Reichsbahn aus den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts abgelichtet. Hier ist eine mögliche Verbindung der Ruhr-Sieg-Eisenbahn mit der Volmetalbahn vorgeschlagen worden, mittels eines Tunnelbaus zwischen Hohenlimburg und Hagen-Delstern. Hiermit wäre eine schnelle Verbindung aus dem südwestfälischen Raum (Siegen, Arnsberg) mit dem Oberzentrum Hagen gewährleistet gewesen. Hagen wäre dann zentraler Umstiegsbahnhof in alle Richtungen geworden. Die Pläne waren offensichtlich schon weit fortgeschritten, wurden dann durch den einsetzenden 2.Weltkrieg nicht mehr umgesetzt. Dennoch wären sie heute im Sinne einer Verkehrswende völlig up to date. 

Foto: Kartenausschnitt mit dem geplanten Tunnel zwischen Hohenlimburg und Delstern. Zu erkennen ist auch noch die alte Streckenführung der Volmetalbahn mitten durch die Stadt.

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