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Bericht über die Bundesdelegiertenkonferenz 2019 in Bielefeld

01.01.70 – von Tobias Rödel –

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

Die diesjährige Bundesdelegiertenkonferenz ist vorbei. Ich sitze gerade im ICE zurück nach Hagen und will für Euch doch wenigstens eine Einschätzung schreiben.

Ich fahre nach Hause mit dem guten Gefühl, dass wir (Almut, ich und die anderen 750 Delegierten) unsere Partei zukunftsfähig mit hervorragenden Beschlüssen ins nächste Jahr schicken. Der BuVo wurde mit sehr guten Ergebnissen (97 und 90%) wieder gewählt, der Parteirat wurde ebenfalls mit großen Stimmanteilen ins Rennen geschickt. Bei den Beschlüssen zur Satzung ging es um eine Novellierung des Frauenstatuts und die Berücksichtigung des dritten Geschlechts. Wir haben uns auseinandergesetzt mit der Frage der Vergesellschaftung von Mietwohnungen von großen Gesellschaften, Anträgen zur Einrichtung eines Naturschutzgebiets Senne und am Sonntag natürlich mit den großen Anträgen zu einer neuen, grünen Wirtschaftsordnung und einem umfassenden, praxisbezogenen sozialökologischen Umweltschutzkonzept.

Die Organisation hinter den Kulissen war wirklich super. Das Antragsbüro hat annähernd rund um die Uhr gearbeitet, um die Änderungsanträge und damit die Abstimmungen auf ein notwendiges Maß zu reduzieren.

Mich persönlich ärgert es ein bisschen, dass ich meinen Namen nicht eher in die Kiste mit den Sprachmeldungen eingeworfen habe. Ich hätte gerne auch noch etwas in der Debatte um das Umweltschutzkonzept gesagt. Naja. Beim nächsten Mal zu einem anderen Thema.

Alles in allem eine hervorragende Gelegenheit, sich (wieder) zu vernetzen und mitzubekommen, dass Politik auch wirklich (relativ) basisdemokratisch gemacht werden kann. Ich kann nur allen empfehlen, auf anderen Ebenen zu schauen, um mal über den Tellerrand zu schauen. Abseits des Bauchnabels liegen die Themen, die jetzt gerade mehr denn je unserer Aufmerksamkeit bedürfen.

Auf in den Wahlkampf.

Meine Lernerfahrungen noch einmal in Kürze:

Struktur schafft Klarheit im Vorgehen und klare Beschlüsse in einem überschaubaren Rahmen (z.B. Antrag: Schriftliche Version des Antrags vorlegen, Vorstellung des Antrags, Verhandeln der Änderungsanträge, Plädoyer, Gegenrede, Abstimmung)

Digitalisierung ist Trumpf. Das Online-Antragstool ist wirklich super und auch wir sollten das mehr und häufiger verwenden.

Über Themen, nicht Positionen verhandeln. So ist Einigung möglich. Wenn das nicht gelingt, sorgt die Struktur für einen fairen und demokratischen Ablauf und die Entscheidung durch das entsprechende Gremium.

Wahlkampf: Ich habe Lust auf neue (und auch alte) Konzepte. Kneipenwahlkampf, Sprechstunden für Bürger, … Wir müssen da hin gehen, wo es uns auch mal weh tut. Sonst reden wir immer nur mit unserem bisherigen Klientel.

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