10.03.2021

Digitalisierung: Daniel im Kurzinterview

Hallo Daniel, durch Home Office und Home Schooling ist das Thema Digitalisierung in aller Munde. Da liegt es nahe, erst mal den eigenen Sachverstand innerhalb unseres Teams heranzuziehen. ;-)
Du hast dich für einen Beruf in der IT-Branche entschieden. Wie war dein Weg zum Computer-Profi?

Gar nicht mal so geradlinig... Nach einem Praktikum erst einige Jahre nach dem Abitur bei einem Hagener Unternehmen habe ich direkt dort meine Ausbildung absolviert. Auch wenn es mich in den Jahren danach beruflich nach Düsseldorf, Kassel oder Würzburg zog, bin ich doch meiner Heimatstadt Hagen treu geblieben.

Warum sollten sich die GRÜNEN mit der Digitalisierung befassen?

Nach dem Klimawandel und der Pandemie ist die Digitalisierung einer der größten Umwälzungen für Staat, Gesellschaft und jeden einzelnen. Für uns GRÜNE ist insbesondere die Selbstbestimmung über die eigenen Daten ein wichtiges Thema. Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern soll einzig dem Menschen dienen. Politik muss ihren Einfluss auf die mächtigen Internetkonzerne aber genauso auch auf die konkrete digitale Ausgestaltung auf Bundes-, Land- und Kommunalebene fortlaufend geltend machen. Dafür sollten wir GRÜNE uns stark machen!

Seit November des letzten Jahres bist du Teil der GRÜNEN Ratsfraktion. Welche Pläne hast du?

Pläne sind immer relativ, das führt uns die Pandemie ja deutlich vor Augen. Bislang sind viele Ausschüsse berechtigterweise abgesagt worden. Aber natürlich möchte ich mein berufliches Fachwissen einbringen. Die Digitalisierung der Verwaltung muss schlussendlich den Bürger*innen dienen, genauso wie der flächendeckende Breitbandausbau. Die sozialen Herausforderungen unserer Stadt möchte ich dabei aber nicht aus dem Blick verlieren.

In der Pandemie hat das digitale Lernen mehr schlecht als recht funktioniert. Woran liegt dies aus deiner Sicht?

Deutschland hat sich schon in der Kohl-Ära gegen einen flächendeckenden staatlichen Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln entschieden. Die Folgen der Privatisierung des Netzes spüren wir auch Jahrzehnte später noch immer. Langsame oder gar keine Internetanbindungen an unseren Schulen sind ein Teil der Auswirkungen. Leidtragende sind letztendlich unsere Schüler*innen. Außerdem fehlen erprobte und standardisierte Medienkonzepte und dazu passende Weiterbildungen. Egal auf welcher Ebene – hier sind wir GRÜNE gefragt!

Die Verwaltung soll durch Digitalisierung bürger*innenfreundlicher werden. Gibt es da nicht Probleme mit der Datensicherheit?

Für alle Maßnahmen gilt verpflichtend die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Das Recht an den eigenen persönlichen Daten liegt bei der Bürger*in. Dieses Recht haben nicht nur Unternehmen, sondern auch die Verwaltung zu respektieren.
Auf dieser Grundlage sind - gut umgesetzte - digitale Angebote der Verwaltung nicht einfach nur „trendy“. Wenn zeitraubende Bürokratie z.B. in Form von „Zettelwirtschaft“ eingespart werden kann, nutzt das doch allen!

Gibt es ein Gerät oder ein Computerspiel aus deiner frühen Jugend, an das du dich gerne erinnerst?

Mit Freunden habe ich generell gerne „Adventures“ wie „Shadow Gate“ oder auch „Grim Fandango“ gespielt. Es galt, Schritt für Schritt Gegenstände an der richtigen Stelle einzusetzen oder zu kombinieren. Die Freude war immer groß, wenn man nach einer „harten Nuss“ gemeinsam auf eine Lösung kam. So viel anders ist Politik ja nun wieder auch nicht…

Kategorien:Newsletter
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