04.09.2020

Grüne empfehlen Wildwald-Konzept

Die Hagener Grünen legen im Umweltausschuss am kommenden Montag ein Konzept vor, dass die Zukunft des Hagener Stadtwalds sichern soll.  „Wildwald“ heißt das Konzept, das weitgehend auf die Selbsterneuerung eines umfangreichen Teils des Waldes setzt. Antonius Warmeling hat als sachkundiger Bürger für die Grünen im Umweltausschuss dieses Projekt auf die Tagesordnung gesetzt. „Bisher wurden die durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer geschädigten Bäume abgeholzt und durch Neupflanzungen von hitzeresistenteren, aber meist nicht heimischen Baumarten ersetzt.“ Warmeling verweist auf den Weg, den der Nationalpark Harz geht. „Dort lässt man die geschädigten und toten Bäume liegen. Aus den verrottenden Bäumen bildet sich fruchtbarer Humusboden, auf dem neue Bäume und andere Pflanzen wachsen. Auch speichert dieser Boden Wasser besser und verhindert so Erosion. Es entsteht nicht nur ganz natürlich neuer Wald, durch diese Prozesse wird auch zusätzlich Kohlendioxid gebunden. Also der Stoff, der den Klimawandel anheizt.“ Warmeling will erreichen, dass der zuständige Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) dieses Konzept zumindest auf einigen Waldflächen umsetzt. Allerdings mahnt er auch zu Geduld. „Es dauert bis ein Wildwald sich entwickelt. Das Bild ist zunächst mit den bloßen Baumstämmen am Boden etwas trostlos. Nach und nach wird aber auf den abgestorbenen Flächen eine Naturverjüngung stattfinden und ein naturnäherer Mischwald mit hohem Laubholzwaldanteil entstehen, der den Klimawandel besser verkraften kann.“    

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